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SCHWARZES GOLD IM KELLER?

am Mo Jun 25, 2012 1:11 am
So erkennen Sie wertvolle LP-Schätze
Von Markus Abrahamczyk

Eine LP, so teuer wie ein Auto: Im November 2008 kaufte ein anonymer Plattensammler aus Linz (Österreich) das „Weiße Album“ der Beatles für 19 201 Pfund (derzeit 21 968 Euro).

Das Besondere an der 40 Jahre alten Platte: Es war die fünfte Kopie des Albums, die erste auf dem freien Markt. Die Nummern eins bis vier gingen nämlich direkt an die vier Beatles. Musik-Fans reißen sich um solche Raritäten. Leider ist es nicht ganz einfach, diese Schätze zu erkennen. Wichtige Tipps gibt Frank Wonneberg (Autor des Buches „Labelkunde Vinyl“). BILD.de hat mit dem Experten gesprochen.

BILD.de: Neue Alben erscheinen immer häufiger auch auf Vinyl, ist das ein Comeback?

Wonneberg: Da darf man sich nicht täuschen lassen. Die Verkaufszahlen sind weiterhin verschwindend gering. Eine LP macht optisch mehr her, ist ein besseres Statussymbol als eine MP3-Datei. Als neuer Massentrend ist sie aber zu teuer. Häufig werden MP3-Dateien kostenlos herunter geladen und kopiert, man kann sie im MP3-Player überall mitnehmen und anhören. Da kann die LP nicht mithalten.

BILD.de: Für viele Sammler sind ohnehin nur alte Originalaufnahmen interessant. Worauf genau kommt es ihnen an?

Wonneberg: Sammler suchen vor allem perfekt erhaltene Initialpressungen, die zur Veröffentlichung eines Albums seinerzeit in den Handel kamen. Oft sind wenig bekannte Stile, zum Beispiel experimenteller Krautrock, besonders begehrt. Hier gilt: Je seltener eine Platte, desto höher ihr Wert. Viele Fans suchen auch nach ungewöhnlichen Alben, wie einer koreanischen Pressung oder Sonderpressungen aus farbigen Vinyl oder speziell eingefärbte „Picture Discs“.

BILD.de: Was obskur und selten ist, steigt im Wert?

Wonneberg: Nicht nur. Die großen Namen des Classic Rock (wie Beatles, Rolling Stones) bleiben immer gefragt, auch Jazz und Progressive Rock (unter anderem Yes, King Crimson) haben gute Chancen. Anders als Massenware: Einfacher Pop der 60er- bis 80er-Jahre wird kaum Geld bringen. Wertvoller werden außerdem Originale von Plattenfirmen, die musikhistorisch wichtig waren, zum Beispiel innovative Jazz-Labels wie Blue Note oder Prestige Records. Generell gilt: Die Platte muss selten, top erhalten und heute noch gefragt sein.

BILD.de: Wie kann ich den Wert einer Platte bestimmen?

Wonneberg: Schauen Sie bei Ebay, ob ähnliche Platten dort angeboten werden. Wie teuer werden sie verkauft? Sammler-Kataloge, etwa vom US-Magazin Goldmine, sind sinnvoll. Aber Vorsicht: Ihre Durchschnittspreise entstehen durch viele Berechnungen. Die tatsächlichen Marktpreise können ganz anders aussehen.

BILD.de: Ich habe einige wertvolle Platten entdeckt. Wo verkaufe ich sie am besten?

Wonneberg: Bei Ebay – dort werden die meisten Sammler auf Ihr Angebot stoßen.

BILD.de: Ich will meine Sammlung doch behalten. Wie lagere ich sie richtig?

Wonneberg: Senkrecht stehend, besser nicht mehr als 50 Stück nebeneinander. Also nicht meterweise aneinanderquetschen. Die Platten sollen sich nicht gegenseitig belasten. Wenn Sie die Platten liegend aufbewahren müssen: höchstens 20 bis 25 Stück übereinander!

BILD.de: Was muss ich bei der Pflege beachten?

Wonneberg: Vor dem Abspielen sollten Sie die Platten immer mit einer Kohlefaserbürste reinigen. Die gibt's für ein paar Euro in jedem Elektromarkt. Älteren LP kann eine Plattenwaschmaschine ganz neue Töne entlocken. Mit einem Preis von mindestens 500 Euro lohnt sie sich aber nur bei wertvollen Sammlungen.

Quelle: hier
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Greg Nolan
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Re: SCHWARZES GOLD IM KELLER?

am Mo Jun 25, 2012 1:12 am
Gerade gefunden, gelesen und fand es interessant. Was bei mir die Frage aufwarf, was ist die teuerste Serienmäßige Elvis LP?
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Re: SCHWARZES GOLD IM KELLER?

am Mo Jun 25, 2012 6:01 pm
Guy Lambert schrieb:Frage ....teuerste Serienmäßige Elvis LP?

Man kann sich hierzu gleicher Quelle(n) bedienen, wie es wohl auch dem Artikelschreiber in Sachen BEATLES einfiel...

Zwischen all den teuren SUN-Singles, einigen Acetaten und diversen EPs und auch der einen oder anderen nicht "serienmäßigen" Ausgabe in LP-Form taucht eine "klassische" ELVIS-LP-Veröffentlichung gleich mehrfach anfangs auf, sortiert man (beendete) eBay-Auktionen der letzten 10 Jahre nach Höchstgebotspreisen, respektive Verkaufspreisen:

Die (US-)MONO-Ausgabe der Soundtrack-Scheibe SPEEDWAY (LPM 3989) ging am 9. April 2007 für 1.926 USD über den Auktionstisch, am 27. April 2007 für 3.050 USD , am 3. Juni 2007 für 5.000 USD , am 13. Februar 2011 für 5.500 USD und am 11. April 2011 für 3.999 USD, um nur mal einige Notierungen genannt zu haben.
In PRESLEYANA VI (aus 2007) übrigens gibt Osborne einen (Gesamtwert-)Wert dieser SPEEDWAY mit 4.075 USD an.

Man könnte auch derweil Angebote auf eBay finden, die zum Teil höhere Preise (wofür auch immer) fordern. Mal abgesehen von dem ewigen Versuch, eine rote ELVIS`CHRISTMAS ALBUM für um die 20.000 Euro loszuwerden, fände sich auch seit etlichen Monaten eine US-MONO-Version der ELVIS`GOLD RECORDS VOLUME 4. Nur mag den Sofortkauf für (derzeit) 3.857 USD (3.091 Euro) einfach keiner tätigen. (PRESLEYANA VI: 1.500 USD, ohne Bonusfoto wie in besagter Auktion)

***

Das mit dem WHITE ALBUM der BEATLES lässt sich auch nachvollziehen. Jene No. 0000005 zieht (finanzkräftige) Sammler natürlich magisch an. Und BEATLES-Fans gibt es wie Sand am Meer, auch welche, die Geld haben. Das Startgebot nämlich für jene Scheibe lag bei nur 800 Britischen Pfund. 86 Gebote ließen dann den besagten Endpreis generieren.

Allerdings soll auch diese No. 0000005 einst im Privatbesitz Lennons gewesen sein, welcher zudem ja ohnehin die No. 0000002 hatte. Und abgesehen von der allgemeinen Kenntnis zu den ersten 4 Exemplaren (Ringo No. 0000001 / Paul No. 0000003 / George No. 0000004), verteilten sich wohl auch die Ausgaben 6 bis 10 auf die Pilzköpfe und waren damals eben nicht im freien Handel zu bekommen!

Das Auktionshaus Christie`s bot 2005 das Cover -nicht nur mit Nummer 0000008 deklariert, sondern auch noch signiert- zur Versteigerung an und erlangte dafür umgerechnet 13.235 Euro! Nun brauchte sich der neue Besitzer nur noch das Vinyl dazu besorgen. Rolling Eyes

Ein paar Nummern weiter dieser auf der Frontseite des Albums ablesbaren Zahl, und schon fällt das Interesse weltweiter Sammler aber rapide ab. Für die No. 0000020 (Vinyl natürlich inklusive) zahlte man in diesem Jahr 2.900 GBP (Startpreis: 2.000 GBP), für No. 0000023 in 2007 3.999 GBP (Startpreis: 3 GBP), für No. 0000032 in 2007 1.650 GBP, für No. 0000033 in 2010 2.382 GBP...., aber eben auch noch für No. 0000483 in 2011 2.627 GBP.

Das Preisgefälle ist (ebaytypisch) volatil und lässt somit nicht zwingend generell einen höheren Preis aufscheinen, nur weil die eine Nummer niedriger ist als eine andere. So kann es dann natürlich auch vorkommen, dass für ein und dieselbe Scheibe recht unterschiedliche Preise erzielt werden, ein Verkäufer so nicht annähernd das wieder bekommt, was er kurz zuvor dafür investierte. Die No. 0000041 verkaufte sich im Jahr 2006 für 2.300 GBP und fand sich 15 Monate später erneut gelistet, was (aber nur) 1.600 GBP erbrachte.





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Re: SCHWARZES GOLD IM KELLER?

am So Jul 08, 2012 8:47 am
Interessante Beiträge, wobei sich mir als Elvis US Erstpress-Sammler wiedermal die Frage stellt, was ich wohl mal bereit wäre, für die letzte fehlende LP (vermutlich die Speedway)zu bezahlen!
Eine Sammlung unvollendet lassen, wegen einer oder zwei Platten :affraid: , schrecklicher Gedanke!
Ich denke die wären mir schon einiges wert ! Razz

.....aber noch ist es ja nicht soweit Rolling Eyes

Bei einem guten Angebot sollte man auf jedenfall zuschlagen, wenn möglich!
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Re: SCHWARZES GOLD IM KELLER?

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